Mit dem QCG das eigene E-Commerce-Team aufbauen – staatlich gefördert
Als Solopreneur kenne ich das nur zu gut: Man will alles selbst machen, aus Überzeugung, manchmal aus Budgetgründen, oft auch, weil man glaubt, dass es sonst niemand wirklich richtig macht. Der Anspruch ist hoch, die To-do-Liste noch höher. Und obwohl es Tools, Strategien und Tutorials in Hülle und Fülle gibt, stößt man irgendwann an einen Punkt, an dem es allein nicht mehr weitergeht, zumindest nicht effizient.
Was viele dabei gar nicht auf dem Schirm haben: Es gibt staatliche Fördermöglichkeiten, mit denen sich Mitarbeitende aufbauen und qualifizieren lassen, ohne dass es das eigene Budget sprengt. Eine davon ist das Qualifizierungschancengesetz, kurz QCG.
Für alle, die langsam den nächsten Schritt gehen wollen, raus aus dem Operativen und hin zu mehr Struktur und Skalierung, ist das eine echte Chance.
Wachstum intern abbilden statt sich zu verzetteln
Gerade wenn Listings skalieren, Werbekampagnen komplexer werden oder neue Marktplätze erschlossen werden sollen, geraten Solo-Seller oder kleine Teams schnell an ihre Grenzen. Viele operative Aufgaben bleiben dann liegen oder müssen teuer ausgelagert werden.
Das Ziel sollte sein, Know-how und Umsetzungskompetenz im eigenen Unternehmen aufzubauen. So bleibt man flexibel, unabhängig und kann gezielter wachsen. Genau an dieser Stelle kommt das QCG ins Spiel.
Was genau ist das QCG und warum lohnt es sich
Das Qualifizierungschancengesetz ist ein Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit. Es unterstützt Unternehmen dabei, ihre Mitarbeitenden für die digitale Transformation weiterzubilden. Anstatt ständig nach neuen Fachkräften zu suchen, können bestehende Teammitglieder gezielt qualifiziert werden.
Gefördert werden:
- 100 Prozent der Weiterbildungskosten
- bis zu 75 Prozent Lohnkostenzuschuss während der Weiterbildungszeit
Für kleine und mittlere Unternehmen ist das nahezu ein No-Brainer. Wer ohnehin darüber nachdenkt, Mitarbeitende einzuarbeiten oder Wissen im Unternehmen aufzubauen, kann dies mit dem QCG nahezu kostenneutral realisieren.
Ein Beispiel aus der Praxis: Weiterbildung mit Mentify
Ein Anbieter, der sich auf die Amazon- und E-Commerce-Welt spezialisiert hat, ist Mentify. Dort werden nicht nur die Weiterbildungen selbst angeboten, sondern auch der komplette Antragsprozess bei der Agentur für Arbeit begleitet.
Die Kurse laufen digital ab, mit Live-Sessions, praktischen Übungen, Tools, Vorlagen und Zugang zu einer Community. Inhalte können unter anderem sein:
- Listing-Optimierung und SEO auf Amazon
- Werbeanzeigen mit Sponsored Products, Brands oder Display
- Reporting und KPI-getriebenes Arbeiten
- Expansion in europäische Märkte
- Strategien für nachhaltiges Marktplatzwachstum
Wie viel kann man tatsächlich sparen
Ein Beispiel: Wird eine Mitarbeiterin zur Amazon Marketplace Managerin weitergebildet, übernimmt das QCG in der Regel alle Weiterbildungskosten. Gleichzeitig kann ein Großteil der Lohnkosten während der Maßnahme gefördert werden. Unternehmen erhalten dadurch ein qualifiziertes Inhouse-Teammitglied mit echtem Amazon-Know-how, ohne die hohen Kosten klassischer Weiterbildung oder Agenturberatung.
Fazit: Interne Kompetenz schafft echte Unabhängigkeit
Wer langfristig denkt und nicht dauerhaft im Tagesgeschäft festhängen möchte, kommt um den Teamaufbau nicht herum. Und wenn dieser durch eine staatliche Förderung wie das QCG nahezu vollständig finanziert wird, ergibt sich daraus eine enorme Chance für nachhaltiges Wachstum.
Das Modell ist nicht nur für größere Teams interessant, sondern gerade auch für Solopreneure, die erste Schritte Richtung Skalierung gehen wollen.
Jetzt unverbindlich beraten lassen
Wer prüfen möchte, ob das QCG für das eigene Business in Frage kommt, kann zum Beispiel bei Mentify eine kostenlose Förderberatung anfragen.
Es kostet nichts, sich beraten zu lassen, aber kann sehr viel bewirken. Manchmal fehlt nur der richtige Impuls, um aus dem Alleinmachen ein echtes Team aufzubauen.
